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Geschäftsjahr 2020 sehr zufriedenstellend abgeschlossen
Die Raiffeisen Waren-Gruppe (RW-Gruppe) schloss das Geschäftsjahr 2020 mit einem Konzernumsatz von 1.620,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1.602,5 Mio. Euro) und einem Ergebnis vor Ertragsteuer (EBT) in Höhe von 22,3 Mio. Euro (Vorjahr: 15,8 Mio. Euro) ab. Dabei konnte der Konzern mit Sitz in Kassel das Eigenkapital um 13,6 auf 194,7 Mio. Euro steigern. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg auf 2.580 Personen (Vorjahr: 2.449).
„Bei allen Herausforderungen blicken wir zufrieden und auch dankbar auf das vergangene Geschäftsjahr zurück“, merkt der Vorsitzende der Geschäftsführung Mario Soose zum Ergebnis an. „Es war nicht nur das 125ste Jahr der Firmengeschichte, sondern auch pandemiebedingt zweifelsohne ein außergewöhnliches Jahr in der Historie des Unternehmens, das gut gemeistert werden konnte“, ergänzt Markus Braun, Geschäftsführer.
Fortwährend im Fokus: Kundennähe und strategisches, nachhaltiges Wachstum
Auch im Berichtsjahr 2020 wurde erfolgreich an der eingeschlagenen Ausrichtung „strategisches, nachhaltiges Wachstum“ gearbeitet, um somit die vier Sparten als Grundpfeiler des Unternehmens durch aktive Weiterentwicklung, Ausbau und gezielte Investitionen zu festigen und den Geschäftserfolg der RW-Gruppe nachhaltig auszuweiten. „Dabei standen und stehen weiterhin die Bedarfe und Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden im Vordergrund, denn Nähe zum Markt zahlt sich aus“, führt Mario Soose zur Ausrichtung des Unternehmens aus. „Zudem ist das positive Ergebnis das Resultat einer echten Team-Leistung. Eine Feststellung, die uns sehr wichtig ist“, so Markus Braun ergänzend.
Digitalisierung als einer der Treiber des Erfolgs
Weitere Investitionen im Bereich Digitalisierung haben sich über alle Sparten hinweg als positiv herausgestellt. Auch in 2020 wurden neue Systeme und Programme eingeführt, die Geschäfte über das Serviceportal und die diversen Onlineshops weiterentwickelt und ausgebaut. Belegschaft, Kundinnen/ Kunden und Marktteilnehmer sind nun mehr denn je digital vernetzt und Kernprozesse sowie wichtige Geschäftsabläufe konsequent digitalisiert. „Analoge und digitale Welt müssen optimal ineinander greifen – das eine geht nicht ohne das andere. Nur so können Effektivität und Effizienz gesteigert werden und das ist ja eines der Kernziele von Digitalisierung“, erklärt Mario Soose. „Darüber hinaus sind wir der festen Überzeugung, das Digitalisierung Kernkompetenz jedes Handels- und Dienstleistungskonzerns der Zukunft sein muss, sodass wir auch hier unser Engagement weiter ausbauen werden“, so Soose weiter.
Geschäftsbericht 2020 der Raiffeisen Waren-Gruppe
Das Motto „aus Tradition der Zukunft verpflichtet“ bildet die inhaltliche Klammer für den Geschäftsbericht 2020 und beschreibt unter anderem das Credo, mit dem das Unternehmen geführt wird. Zum einen kann auf eine über 125-jährige, erfolgreiche Unternehmenshistorie zurückgegriffen werden. Zum anderen bestimmen Offenheit für Vielfalt und Neues sowie ein positiver und interessierter Blick in die Zukunft das Handeln der Menschen im Konzern. „2020 und auch darüber hinaus werden wir an der nachhaltig geprägten Wachstumsstrategie festhalten und dabei stets die Nähe zu Kundinnen/ Kunden sowie den Blick nach vorn in den Mittelpunkt unserer Bemühungen stellen“, erläutert Mario Soose einleitend zum Geschäftsbericht der RW-Gruppe für das Berichtsjahr 2020.
Entwicklung der Geschäftsfelder im Überblick
Der Umsatz der Sparte Agrar konnte im Geschäftsjahr 2020 gesteigert werden, woran der Getreidehandel ein wesentlichen Anteil hatte: Beispielsweise wurde bei Getreide und Ölsaaten entgegen dem Markttrend sowohl ein Mengen- als auch ein Umsatzzuwachs realisiert. Der Absatz von Saatgut und Düngemitteln lag in 2020 ebenfalls über Vorjahresniveau, wobei die Steigerung im Bereich Saatgut im Wesentlichen auf die höheren Vermarktungsmengen von Körnerleguminosen, Z-Saatgetreide und Feldsaaten zurückzuführen ist. Die Absatzmengen in den Segmenten Futtermittel und Pflanzenschutz konnten jeweils das Vorjahresniveau nicht ganz erreichen. Insgesamt konnte neben dem Umsatz auch der Rohertrag der Sparte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.
In 2020 profitierte der gegenüber dem Vorjahr gestiegene Umsatz der Sparte Baustoffe von einer durch die COVID-19-Pandemie angetriebenen Nachfrage im privaten Segment. Aber auch eine grundsätzlich stabile Konjunktur in den Bereichen Bau und Modernisierung, die Mehrwertsteuer-Senkung in der zweiten Jahreshälfte sowie das weiterhin historisch niedrige Zinsniveau sind als Gründe zu nennen. Durch eher milde Temperaturen in den Wintermonaten – sowohl zu Beginn als auch zu Ende des Jahres – gab es vergleichsweise geringe Ausfallzeiten am Bau. Dem entgegen wirkte ein in 2020 insgesamt hoher Wettbewerbs- und Margendruck. Als Ergebnis lag der Spartenumsatz deutlich über dem Umsatz des Vorjahres, auch der Plan für 2020 konnte übertroffen werden.
Die Sparte Technik entwickelte sich in 2020 ebenfalls erfreulich: Sowohl das Handelsgeschäft, aber auch das Reparatur- und Ersatzteil-Geschäft haben zugelegt im Vergleich zu 2019 und lagen zudem über Plan. Ein Gradmesser für das Niveau bei Neumaschinen ist hierfür z. B. die Zahl der verkauften Traktoren. Es konnten vergangenes Jahr 1.200 Neu-Maschinen abgesetzt werden. Damit bestätigte sich auch die grundsätzlich richtige Strategie der Sparte, als „Full-Line-Anbieter“ aufzutreten mit einem insgesamt attraktiven Produktportfolio und sehr starken Marken wie beispielsweise Fendt, Massey Ferguson und Valtra inklusive des engen, hochprofessionellen und modernen Werkstatt- und Servicenetzes in den relevanten Märkten.
Die Sparte Energie & Märkte hat das Jahr 2020 mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen. Die abgesetzte Menge an Heizöl und Kraftstoffen konnte im Vergleich zu 2019 um mehr als 20 Prozent gesteigert werden. Und obwohl das Umsatzniveau aufgrund des durchschnittlich sehr günstigen Rohölpreises im Vergleich zu 2019 recht stark gesunken ist und damit hinter der Erwartung lag, konnte der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr und der Planung deutlich gesteigert werden. Zum positiven Resultat trugen zudem die Aktivitäten in den Bereichen Großhandel und Logistik bei, aber auch die Raiffeisen-Märkte, die während der Pandemie wieder als Nahversorger entdeckt worden sind, lieferten ihren Beitrag.
Umsatz in Mio. Euro | 2020 | 2019 |
---|---|---|
Agrar | 332,6 | 321,7 |
Technik | 462,9 | 362,0 |
Baustoffe | 265,5 | 231,3 |
Energie & Märkte | 545,7 | 675,2 |
Dienstleistungen & sonstige | 13,3 | 12,3 |
Summe | 1.620,0 | 1.602,5 |
Blick auf das aktuelle Geschäftsjahr
Die Raiffeisen Waren GmbH arbeitet konzentriert daran, die gesteckten und ambitionierten Ziele für das Geschäftsjahr 2021 zu erreichen.
Darüber hinaus steht seit dem 28. April fest, dass das Agrargeschäft mit Wirkung zum 1. Juni 2021 weiter ausgebaut wird. Zum einen hat die RW-Gruppe die 19 Agrarstandorte in Thüringen, Sachsen und Hessen von der Raiffeisen-Waren Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) gekauft, womit sich u. a. das Marktgebiet erheblich vergrößert und auch das Geschäft deutlich wachsen wird. Zum anderen wird der überwiegende Teil der Betriebsmittel (Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz) über die RWZ bezogen. Auch im Handel mit Getreide und Ölsaaten wird verstärkt zusammengearbeitet, sodass vor allem Einkaufs- und Vermarktungsvorteile generiert werden können. Beide Unternehmen werden Agrarrohstoffe auch weiterhin unabhängig voneinander erfassen, die Ware dann aber gebündelt über die gemeinsame neue Handelsgesellschaft Raiffeisen AgriTrading Rhein-Main GmbH & Co. KG an Weiterverarbeiter vermarkten. Das alles wird das Agrargeschäft zusätzlich stärken und auf die zukunftsfähige und wettbewerbsfähige Standortstruktur der RW-Gruppe nachhaltig einzahlen.
Ausgehend von einem grundsätzlich normalen Geschäftsverlauf ohne extreme Sondereffekte plant die RW-Gruppe für das laufende Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuer welches sich leicht über dem Wert von 2019 bewegen wird. Das Gleiche gilt für die Umsatzrendite. Die Eigenkapitalquote dürfte – auch aufgrund der nun beschlossenen Kooperation mit der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG – vorrübergehend sinken. Das Unternehmen investiert auch weiterhin über alle Sparten in die Erweiterung, Modernisierung und Digitalisierung des Geschäftes mit dem Fokus auf strategisches, nachhaltiges Wachstum und Marktnähe.
Insgesamt bleibt offen, welchen Einfluss die COVID-19-Pandemie auf die einzelnen Geschäftsentwicklungen und damit auf die Entwicklung der RW-Gruppe nehmen wird.
Geschäftsjahr 2020 sehr zufriedenstellend abgeschlossen
Die Raiffeisen Waren-Gruppe (RW-Gruppe) schloss das Geschäftsjahr 2020 mit einem Konzernumsatz von 1.620,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1.602,5 Mio. Euro) und einem Ergebnis vor Ertragsteuer (EBT) in Höhe von 22,3 Mio. Euro (Vorjahr: 15,8 Mio. Euro) ab. Dabei konnte der Konzern mit Sitz in Kassel das Eigenkapital um 13,6 auf 194,7 Mio. Euro steigern. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg auf 2.580 Personen (Vorjahr: 2.449).
„Bei allen Herausforderungen blicken wir zufrieden und auch dankbar auf das vergangene Geschäftsjahr zurück“, merkt der Vorsitzende der Geschäftsführung Mario Soose zum Ergebnis an. „Es war nicht nur das 125ste Jahr der Firmengeschichte, sondern auch pandemiebedingt zweifelsohne ein außergewöhnliches Jahr in der Historie des Unternehmens, das gut gemeistert werden konnte“, ergänzt Markus Braun, Geschäftsführer.
Fortwährend im Fokus: Kundennähe und strategisches, nachhaltiges Wachstum
Auch im Berichtsjahr 2020 wurde erfolgreich an der eingeschlagenen Ausrichtung „strategisches, nachhaltiges Wachstum“ gearbeitet, um somit die vier Sparten als Grundpfeiler des Unternehmens durch aktive Weiterentwicklung, Ausbau und gezielte Investitionen zu festigen und den Geschäftserfolg der RW-Gruppe nachhaltig auszuweiten. „Dabei standen und stehen weiterhin die Bedarfe und Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden im Vordergrund, denn Nähe zum Markt zahlt sich aus“, führt Mario Soose zur Ausrichtung des Unternehmens aus. „Zudem ist das positive Ergebnis das Resultat einer echten Team-Leistung. Eine Feststellung, die uns sehr wichtig ist“, so Markus Braun ergänzend.
Digitalisierung als einer der Treiber des Erfolgs
Weitere Investitionen im Bereich Digitalisierung haben sich über alle Sparten hinweg als positiv herausgestellt. Auch in 2020 wurden neue Systeme und Programme eingeführt, die Geschäfte über das Serviceportal und die diversen Onlineshops weiterentwickelt und ausgebaut. Belegschaft, Kundinnen/ Kunden und Marktteilnehmer sind nun mehr denn je digital vernetzt und Kernprozesse sowie wichtige Geschäftsabläufe konsequent digitalisiert. „Analoge und digitale Welt müssen optimal ineinander greifen – das eine geht nicht ohne das andere. Nur so können Effektivität und Effizienz gesteigert werden und das ist ja eines der Kernziele von Digitalisierung“, erklärt Mario Soose. „Darüber hinaus sind wir der festen Überzeugung, das Digitalisierung Kernkompetenz jedes Handels- und Dienstleistungskonzerns der Zukunft sein muss, sodass wir auch hier unser Engagement weiter ausbauen werden“, so Soose weiter.
Geschäftsbericht 2020 der Raiffeisen Waren-Gruppe
Das Motto „aus Tradition der Zukunft verpflichtet“ bildet die inhaltliche Klammer für den Geschäftsbericht 2020 und beschreibt unter anderem das Credo, mit dem das Unternehmen geführt wird. Zum einen kann auf eine über 125-jährige, erfolgreiche Unternehmenshistorie zurückgegriffen werden. Zum anderen bestimmen Offenheit für Vielfalt und Neues sowie ein positiver und interessierter Blick in die Zukunft das Handeln der Menschen im Konzern. „2020 und auch darüber hinaus werden wir an der nachhaltig geprägten Wachstumsstrategie festhalten und dabei stets die Nähe zu Kundinnen/ Kunden sowie den Blick nach vorn in den Mittelpunkt unserer Bemühungen stellen“, erläutert Mario Soose einleitend zum Geschäftsbericht der RW-Gruppe für das Berichtsjahr 2020.
Entwicklung der Geschäftsfelder im Überblick
Der Umsatz der Sparte Agrar konnte im Geschäftsjahr 2020 gesteigert werden, woran der Getreidehandel ein wesentlichen Anteil hatte: Beispielsweise wurde bei Getreide und Ölsaaten entgegen dem Markttrend sowohl ein Mengen- als auch ein Umsatzzuwachs realisiert. Der Absatz von Saatgut und Düngemitteln lag in 2020 ebenfalls über Vorjahresniveau, wobei die Steigerung im Bereich Saatgut im Wesentlichen auf die höheren Vermarktungsmengen von Körnerleguminosen, Z-Saatgetreide und Feldsaaten zurückzuführen ist. Die Absatzmengen in den Segmenten Futtermittel und Pflanzenschutz konnten jeweils das Vorjahresniveau nicht ganz erreichen. Insgesamt konnte neben dem Umsatz auch der Rohertrag der Sparte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.
In 2020 profitierte der gegenüber dem Vorjahr gestiegene Umsatz der Sparte Baustoffe von einer durch die COVID-19-Pandemie angetriebenen Nachfrage im privaten Segment. Aber auch eine grundsätzlich stabile Konjunktur in den Bereichen Bau und Modernisierung, die Mehrwertsteuer-Senkung in der zweiten Jahreshälfte sowie das weiterhin historisch niedrige Zinsniveau sind als Gründe zu nennen. Durch eher milde Temperaturen in den Wintermonaten – sowohl zu Beginn als auch zu Ende des Jahres – gab es vergleichsweise geringe Ausfallzeiten am Bau. Dem entgegen wirkte ein in 2020 insgesamt hoher Wettbewerbs- und Margendruck. Als Ergebnis lag der Spartenumsatz deutlich über dem Umsatz des Vorjahres, auch der Plan für 2020 konnte übertroffen werden.
Die Sparte Technik entwickelte sich in 2020 ebenfalls erfreulich: Sowohl das Handelsgeschäft, aber auch das Reparatur- und Ersatzteil-Geschäft haben zugelegt im Vergleich zu 2019 und lagen zudem über Plan. Ein Gradmesser für das Niveau bei Neumaschinen ist hierfür z. B. die Zahl der verkauften Traktoren. Es konnten vergangenes Jahr 1.200 Neu-Maschinen abgesetzt werden. Damit bestätigte sich auch die grundsätzlich richtige Strategie der Sparte, als „Full-Line-Anbieter“ aufzutreten mit einem insgesamt attraktiven Produktportfolio und sehr starken Marken wie beispielsweise Fendt, Massey Ferguson und Valtra inklusive des engen, hochprofessionellen und modernen Werkstatt- und Servicenetzes in den relevanten Märkten.
Die Sparte Energie & Märkte hat das Jahr 2020 mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen. Die abgesetzte Menge an Heizöl und Kraftstoffen konnte im Vergleich zu 2019 um mehr als 20 Prozent gesteigert werden. Und obwohl das Umsatzniveau aufgrund des durchschnittlich sehr günstigen Rohölpreises im Vergleich zu 2019 recht stark gesunken ist und damit hinter der Erwartung lag, konnte der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr und der Planung deutlich gesteigert werden. Zum positiven Resultat trugen zudem die Aktivitäten in den Bereichen Großhandel und Logistik bei, aber auch die Raiffeisen-Märkte, die während der Pandemie wieder als Nahversorger entdeckt worden sind, lieferten ihren Beitrag.
Umsatz in Mio. Euro | 2020 | 2019 |
---|---|---|
Agrar | 332,6 | 321,7 |
Technik | 462,9 | 362,0 |
Baustoffe | 265,5 | 231,3 |
Energie & Märkte | 545,7 | 675,2 |
Dienstleistungen & sonstige | 13,3 | 12,3 |
Summe | 1.620,0 | 1.602,5 |
Blick auf das aktuelle Geschäftsjahr
Die Raiffeisen Waren GmbH arbeitet konzentriert daran, die gesteckten und ambitionierten Ziele für das Geschäftsjahr 2021 zu erreichen.
Darüber hinaus steht seit dem 28. April fest, dass das Agrargeschäft mit Wirkung zum 1. Juni 2021 weiter ausgebaut wird. Zum einen hat die RW-Gruppe die 19 Agrarstandorte in Thüringen, Sachsen und Hessen von der Raiffeisen-Waren Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) gekauft, womit sich u. a. das Marktgebiet erheblich vergrößert und auch das Geschäft deutlich wachsen wird. Zum anderen wird der überwiegende Teil der Betriebsmittel (Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz) über die RWZ bezogen. Auch im Handel mit Getreide und Ölsaaten wird verstärkt zusammengearbeitet, sodass vor allem Einkaufs- und Vermarktungsvorteile generiert werden können. Beide Unternehmen werden Agrarrohstoffe auch weiterhin unabhängig voneinander erfassen, die Ware dann aber gebündelt über die gemeinsame neue Handelsgesellschaft Raiffeisen AgriTrading Rhein-Main GmbH & Co. KG an Weiterverarbeiter vermarkten. Das alles wird das Agrargeschäft zusätzlich stärken und auf die zukunftsfähige und wettbewerbsfähige Standortstruktur der RW-Gruppe nachhaltig einzahlen.
Ausgehend von einem grundsätzlich normalen Geschäftsverlauf ohne extreme Sondereffekte plant die RW-Gruppe für das laufende Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuer welches sich leicht über dem Wert von 2019 bewegen wird. Das Gleiche gilt für die Umsatzrendite. Die Eigenkapitalquote dürfte – auch aufgrund der nun beschlossenen Kooperation mit der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG – vorrübergehend sinken. Das Unternehmen investiert auch weiterhin über alle Sparten in die Erweiterung, Modernisierung und Digitalisierung des Geschäftes mit dem Fokus auf strategisches, nachhaltiges Wachstum und Marktnähe.
Insgesamt bleibt offen, welchen Einfluss die COVID-19-Pandemie auf die einzelnen Geschäftsentwicklungen und damit auf die Entwicklung der RW-Gruppe nehmen wird.
Raiffeisen Waren GmbH schließt Geschäftsjahr 2020 mit stabilem Umsatzniveau und verbessertem Ergebnis insgesamt sehr zufriedenstellend ab
Die Raiffeisen Waren-Gruppe (RW-Gruppe) schloss das Geschäftsjahr 2020 mit einem Konzernumsatz von 1.620,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1.602,5 Mio. Euro) und einem Ergebnis vor Ertragsteuer (EBT) in Höhe von 22,3 Mio. Euro (Vorjahr: 15,8 Mio. Euro) ab. Dabei konnte der Konzern mit Sitz in Kassel das Eigenkapital um 13,6 auf 194,7 Mio. Euro steigern. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg auf 2.580 Personen (Vorjahr: 2.449).
„Bei allen Herausforderungen blicken wir zufrieden und auch dankbar auf das vergangene Geschäftsjahr zurück“, merkt der Vorsitzende der Geschäftsführung Mario Soose zum Ergebnis an. „Es war nicht nur das 125ste Jahr der Firmengeschichte, sondern auch pandemiebedingt zweifelsohne ein außergewöhnliches Jahr in der Historie des Unternehmens, das gut gemeistert werden konnte“, ergänzt Markus Braun, Geschäftsführer.
Fortwährend im Fokus: Kundennähe und strategisches, nachhaltiges Wachstum
Auch im Berichtsjahr 2020 wurde erfolgreich an der eingeschlagenen Ausrichtung „strategisches, nachhaltiges Wachstum“ gearbeitet, um somit die vier Sparten als Grundpfeiler des Unternehmens durch aktive Weiterentwicklung, Ausbau und gezielte Investitionen zu festigen und den Geschäftserfolg der RW-Gruppe nachhaltig auszuweiten. „Dabei standen und stehen weiterhin die Bedarfe und Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden im Vordergrund, denn Nähe zum Markt zahlt sich aus“, führt Mario Soose zur Ausrichtung des Unternehmens aus. „Zudem ist das positive Ergebnis das Resultat einer echten Team-Leistung. Eine Feststellung, die uns sehr wichtig ist“, so Markus Braun ergänzend.
Digitalisierung als einer der Treiber des Erfolgs
Weitere Investitionen im Bereich Digitalisierung haben sich über alle Sparten hinweg als positiv herausgestellt. Auch in 2020 wurden neue Systeme und Programme eingeführt, die Geschäfte über das Serviceportal und die diversen Onlineshops weiterentwickelt und ausgebaut. Belegschaft, Kundinnen/ Kunden und Marktteilnehmer sind nun mehr denn je digital vernetzt und Kernprozesse sowie wichtige Geschäftsabläufe konsequent digitalisiert. „Analoge und digitale Welt müssen optimal ineinander greifen – das eine geht nicht ohne das andere. Nur so können Effektivität und Effizienz gesteigert werden und das ist ja eines der Kernziele von Digitalisierung“, erklärt Mario Soose. „Darüber hinaus sind wir der festen Überzeugung, das Digitalisierung Kernkompetenz jedes Handels- und Dienstleistungskonzerns der Zukunft sein muss, sodass wir auch hier unser Engagement weiter ausbauen werden“, so Soose weiter.
Geschäftsbericht 2020 der Raiffeisen Waren-Gruppe
Das Motto „aus Tradition der Zukunft verpflichtet“ bildet die inhaltliche Klammer für den Geschäftsbericht 2020 und beschreibt unter anderem das Credo, mit dem das Unternehmen geführt wird. Zum einen kann auf eine über 125-jährige, erfolgreiche Unternehmenshistorie zurückgegriffen werden. Zum anderen bestimmen Offenheit für Vielfalt und Neues sowie ein positiver und interessierter Blick in die Zukunft das Handeln der Menschen im Konzern. „2020 und auch darüber hinaus werden wir an der nachhaltig geprägten Wachstumsstrategie festhalten und dabei stets die Nähe zu Kundinnen/ Kunden sowie den Blick nach vorn in den Mittelpunkt unserer Bemühungen stellen“, erläutert Mario Soose einleitend zum Geschäftsbericht der RW-Gruppe für das Berichtsjahr 2020.
Entwicklung der Geschäftsfelder im Überblick
Der Umsatz der Sparte Agrar konnte im Geschäftsjahr 2020 gesteigert werden, woran der Getreidehandel ein wesentlichen Anteil hatte: Beispielsweise wurde bei Getreide und Ölsaaten entgegen dem Markttrend sowohl ein Mengen- als auch ein Umsatzzuwachs realisiert. Der Absatz von Saatgut und Düngemitteln lag in 2020 ebenfalls über Vorjahresniveau, wobei die Steigerung im Bereich Saatgut im Wesentlichen auf die höheren Vermarktungsmengen von Körnerleguminosen, Z-Saatgetreide und Feldsaaten zurückzuführen ist. Die Absatzmengen in den Segmenten Futtermittel und Pflanzenschutz konnten jeweils das Vorjahresniveau nicht ganz erreichen. Insgesamt konnte neben dem Umsatz auch der Rohertrag der Sparte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.
In 2020 profitierte der gegenüber dem Vorjahr gestiegene Umsatz der Sparte Baustoffe von einer durch die COVID-19-Pandemie angetriebenen Nachfrage im privaten Segment. Aber auch eine grundsätzlich stabile Konjunktur in den Bereichen Bau und Modernisierung, die Mehrwertsteuer-Senkung in der zweiten Jahreshälfte sowie das weiterhin historisch niedrige Zinsniveau sind als Gründe zu nennen. Durch eher milde Temperaturen in den Wintermonaten – sowohl zu Beginn als auch zu Ende des Jahres – gab es vergleichsweise geringe Ausfallzeiten am Bau. Dem entgegen wirkte ein in 2020 insgesamt hoher Wettbewerbs- und Margendruck. Als Ergebnis lag der Spartenumsatz deutlich über dem Umsatz des Vorjahres, auch der Plan für 2020 konnte übertroffen werden.
Die Sparte Technik entwickelte sich in 2020 ebenfalls erfreulich: Sowohl das Handelsgeschäft, aber auch das Reparatur- und Ersatzteil-Geschäft haben zugelegt im Vergleich zu 2019 und lagen zudem über Plan. Ein Gradmesser für das Niveau bei Neumaschinen ist hierfür z. B. die Zahl der verkauften Traktoren. Es konnten vergangenes Jahr 1.200 Neu-Maschinen abgesetzt werden. Damit bestätigte sich auch die grundsätzlich richtige Strategie der Sparte, als „Full-Line-Anbieter“ aufzutreten mit einem insgesamt attraktiven Produktportfolio und sehr starken Marken wie beispielsweise Fendt, Massey Ferguson und Valtra inklusive des engen, hochprofessionellen und modernen Werkstatt- und Servicenetzes in den relevanten Märkten.
Die Sparte Energie & Märkte hat das Jahr 2020 mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen. Die abgesetzte Menge an Heizöl und Kraftstoffen konnte im Vergleich zu 2019 um mehr als 20 Prozent gesteigert werden. Und obwohl das Umsatzniveau aufgrund des durchschnittlich sehr günstigen Rohölpreises im Vergleich zu 2019 recht stark gesunken ist und damit hinter der Erwartung lag, konnte der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr und der Planung deutlich gesteigert werden. Zum positiven Resultat trugen zudem die Aktivitäten in den Bereichen Großhandel und Logistik bei, aber auch die Raiffeisen-Märkte, die während der Pandemie wieder als Nahversorger entdeckt worden sind, lieferten ihren Beitrag.
Umsatz in Mio. Euro | 2020 | 2019 |
---|---|---|
Agrar | 332,6 | 321,7 |
Technik | 462,9 | 362,0 |
Baustoffe | 265,5 | 231,3 |
Energie & Märkte | 545,7 | 675,2 |
Dienstleistungen & sonstige | 13,3 | 12,3 |
Summe | 1.620,0 | 1.602,5 |
Blick auf das aktuelle Geschäftsjahr
Die Raiffeisen Waren GmbH arbeitet konzentriert daran, die gesteckten und ambitionierten Ziele für das Geschäftsjahr 2021 zu erreichen.
Darüber hinaus steht seit dem 28. April fest, dass das Agrargeschäft mit Wirkung zum 1. Juni 2021 weiter ausgebaut wird. Zum einen hat die RW-Gruppe die 19 Agrarstandorte in Thüringen, Sachsen und Hessen von der Raiffeisen-Waren Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) gekauft, womit sich u. a. das Marktgebiet erheblich vergrößert und auch das Geschäft deutlich wachsen wird. Zum anderen wird der überwiegende Teil der Betriebsmittel (Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz) über die RWZ bezogen. Auch im Handel mit Getreide und Ölsaaten wird verstärkt zusammengearbeitet, sodass vor allem Einkaufs- und Vermarktungsvorteile generiert werden können. Beide Unternehmen werden Agrarrohstoffe auch weiterhin unabhängig voneinander erfassen, die Ware dann aber gebündelt über die gemeinsame neue Handelsgesellschaft Raiffeisen AgriTrading Rhein-Main GmbH & Co. KG an Weiterverarbeiter vermarkten. Das alles wird das Agrargeschäft zusätzlich stärken und auf die zukunftsfähige und wettbewerbsfähige Standortstruktur der RW-Gruppe nachhaltig einzahlen.
Ausgehend von einem grundsätzlich normalen Geschäftsverlauf ohne extreme Sondereffekte plant die RW-Gruppe für das laufende Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuer welches sich leicht über dem Wert von 2019 bewegen wird. Das Gleiche gilt für die Umsatzrendite. Die Eigenkapitalquote dürfte – auch aufgrund der nun beschlossenen Kooperation mit der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG – vorrübergehend sinken. Das Unternehmen investiert auch weiterhin über alle Sparten in die Erweiterung, Modernisierung und Digitalisierung des Geschäftes mit dem Fokus auf strategisches, nachhaltiges Wachstum und Marktnähe.
Insgesamt bleibt offen, welchen Einfluss die COVID-19-Pandemie auf die einzelnen Geschäftsentwicklungen und damit auf die Entwicklung der RW-Gruppe nehmen wird.
Marktinformation Ausgabe 1 | 19. Mai 2021
Getreide / Ölsaaten
Weizen
In Frankreich gab es Regen und die Bestände werden bei 79 % gut bis exzellent bewertet.
Damit ist der negative Trend für Frankreich gestoppt. Laut Wetterbericht ist in dieser Woche von weiteren Regenfällen auszugehen.
Auch in den USA gab es Regenfälle. Daher gibt der Wettermarkt die Preise an den Börsen vor.
Durch ein sehr hohes Preisniveau für die Ernte 2021 heißt das Zauberwort „Abschläge“ für die Futures Sept.`21, Dez.`21, März`22 und Mai`22 für den Weizen, Gerste, Triticale und Roggen.
Der Handel ist weitestgehend eingeschlafen, da die Vorkontraktquote und das Preisniveau überdurchschnittlich hoch sind.
Bitte vernachlässigen sie den ASP-Gedanken nicht:
In Polen sind in der vergangenen Woche erneut Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen festgestellt worden.
Mais
Der USDA-Report hat die globale Maisernte auf 1,2 Mrd. to für 2021/22 geschätzt und die Long Positionen wurden reduziert. Mit den Verkäufen zieht der Mais auch den Weizen in Richtung Süden.
China kauft aber weiterhin Mais in den USA, fast 3 Mio. to.
Raps
Vor allem die gute Nachfrage aus dem Ölsektor hält Preise stabil, trotz weltweit zu erwartend steigender Ölsaatenproduktion.
Die extreme Volatilität, geprägt von Spekulationsgeschäften, bleibt allerdings weiter bestehen. Diese anhaltende Volatilität gibt den Erwartungen neue Nahrung, dass der Aufwärtstrend zu Ende gehen könnte und in eine Seitwärtsbewegung umschlägt.
Das Marktgeschehen ist sehr überschaubar, da niemand eine Position in diesen volatilen Märkten eingehen möchte.
Dünger
Phosphor
Die Märkte in Westeuropa sind stabil. Preise in den belgischen, niederländischen und deutschen Häfen liegen bei ca. 630 US-Dollar/to fot / fca.
Stickstoff
Indiens Ausschreibung für Harnstoff war für den Käufer ein Misserfolg. Indien konnte die geplante Menge von ca. 1,5 Mio to. Harnstoff am Markt nicht einkaufen. Es konnten nur ca. 0,5 Mio to. gehandelt werden. Hierdurch sind die Harnstoff-Preise weiterhin fest gestimmt. Man erwartet, dass Indien in den nächsten Wochen mit den nichtgekauften Harnstoff-Mengen die nächste Ausschreibung am Weltmarkt platzieren wird.
Die Einlagerungspreise für 30er AHL sind FCA Rouen/Frankreich gestiegen. Lieferanten haben jetzt die Angebote zurückgezogen. Mit heutigen Datum konnte nur ein Bruchteil des üblichen Nachfüllbedarfs abgedeckt werden, geschätzt rund 80.000 t, 25% der normalen Menge.
In Europa hat Yara neue Saisonpreise für Ammoniumnitrat 33,5% N in Frankreich angekündigt. Es wird erwartet, dass die neuen Preise deutlich höher als im Vorjahr starten werden.
Pflanzenschutz
Der Raps entwickelt sich Richtung Stadium BBCH 65, der Vollblüte. Dies ist der ideale Zeitpunkt für die Blütenbehandlung. Die feuchte Witterung begünstigt Sclerotinia-Infektionen. Wir empfehlen Produkte mit langer Dauerwirkung. Behandlungen sind in abgetrockneten Beständen in den Abendstunden durchzuführen.
Sofern noch nicht geschehen ist in der Wintergerste die Abschlussbehandlung durchzuführen. Die stärksten Wirkstoffe gegen die wichtigsten Gersten Krankheiten sind Mefentrifluconazol (Revysol) und Prothioconazol. Daher empfehlen wir Revytrex + Comet (1,5 + 0,5), Ascra Xpro (1,2), oder Elatus Era + Sympara (1,0 + 0,33).
Winterroggen und Triticale befinden sich im Stadium BBCH 37/39. Zu diesem Zeitpunkt sollte bei der momentanen Witterung der Blattapparat mit einem Fungizid vor Krankheitsinfektionen geschützt werden.
Die momentane Witterung begünstigt im Weizen Gelbrost- und Septoria tritici-Infektionen. Sollte die letzte Fungizidmaßnahme vor über 14 Tagen bzw. noch gar nicht erfolgt sein, sollten die Bestände jetzt eine Fungizidbehandlung erhalten.
Da die Behandlungen aufgrund der momentan sehr wechselhaften Witterung nicht immer zeitnah nach den Infektionen erfolgen können, werden deutlich stärkere Kurativleistungen der Produkte gefordert. Daher sollten leistungsstarke Fungizide eingesetzt werden ohne die Aufwandmengen zu reduzieren.
Wir empfehlen Ascra Xpro 1,5 l/ha, Elatus Era + Sympara 1,0 + 0,33 l/ha oder Revytrex + Comet 1,5 + 0,5 l/ha.
Futter
Die Preise für Sojaschrot konsolidieren sich leicht nach der letzten USDA Schätzung letzte Woche. Allerdings bleibt das Niveau weiterhin recht hoch. So wird LP Sojaschrot ab Rotterdam derzeit mit rd. 378 € angeboten.
Die Preisrally beim Rapsschrot ist vorerst etwas ausgebremst, verbleibt aber vorerst auf dem hohen Niveau der letzten Tage. Kurzfristige Ware wird bereits nur noch mit hohen Aufgeldern gehandelt, Ex-Ernte Termine werden derzeit ab Station für rd. 280 € gehandelt.
Insgesamt wird das Preisniveau gestützt durch konstant hohe Saatenpreise, sowohl bei Soja wie auch bei Raps. Zusätzlich Unterstützung kommt von den Pflanzenölmärkten.
Insgesamt konsolidiert sich der Markt für Ölschrote derzeit leicht, auf anhaltend hohem Niveau. Echte Impulse für sinkende Preise können nur die fortlaufende Bestätigung der zuletzt anvisierten hohen Ernte- und Aussaatmengen bei Sojabohnen in Südamerika und den USA bringen. Kurzfristige Schwankungen können weiter sehr heftig ausfallen, da derzeit viele Spekulanten mit billigen Geld aus der Corona Pandemie ihr Heil in den Rohstoffbörsen suchen.
Marktinformation Ausgabe 1 | 19. Mai 2021
Getreide / Ölsaaten
Weizen
In Frankreich gab es Regen und die Bestände werden bei 79 % gut bis exzellent bewertet.
Damit ist der negative Trend für Frankreich gestoppt. Laut Wetterbericht ist in dieser Woche von weiteren Regenfällen auszugehen.
Auch in den USA gab es Regenfälle. Daher gibt der Wettermarkt die Preise an den Börsen vor.
Durch ein sehr hohes Preisniveau für die Ernte 2021 heißt das Zauberwort „Abschläge“ für die Futures Sept.`21, Dez.`21, März`22 und Mai`22 für den Weizen, Gerste, Triticale und Roggen.
Der Handel ist weitestgehend eingeschlafen, da die Vorkontraktquote und das Preisniveau überdurchschnittlich hoch sind.
Bitte vernachlässigen sie den ASP-Gedanken nicht:
In Polen sind in der vergangenen Woche erneut Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen festgestellt worden.
Mais
Der USDA-Report hat die globale Maisernte auf 1,2 Mrd. to für 2021/22 geschätzt und die Long Positionen wurden reduziert. Mit den Verkäufen zieht der Mais auch den Weizen in Richtung Süden.
China kauft aber weiterhin Mais in den USA, fast 3 Mio. to.
Raps
Vor allem die gute Nachfrage aus dem Ölsektor hält Preise stabil, trotz weltweit zu erwartend steigender Ölsaatenproduktion.
Die extreme Volatilität, geprägt von Spekulationsgeschäften, bleibt allerdings weiter bestehen. Diese anhaltende Volatilität gibt den Erwartungen neue Nahrung, dass der Aufwärtstrend zu Ende gehen könnte und in eine Seitwärtsbewegung umschlägt.
Das Marktgeschehen ist sehr überschaubar, da niemand eine Position in diesen volatilen Märkten eingehen möchte.
Dünger
Phosphor
Die Märkte in Westeuropa sind stabil. Preise in den belgischen, niederländischen und deutschen Häfen liegen bei ca. 630 US-Dollar/to fot / fca.
Stickstoff
Indiens Ausschreibung für Harnstoff war für den Käufer ein Misserfolg. Indien konnte die geplante Menge von ca. 1,5 Mio to. Harnstoff am Markt nicht einkaufen. Es konnten nur ca. 0,5 Mio to. gehandelt werden. Hierdurch sind die Harnstoff-Preise weiterhin fest gestimmt. Man erwartet, dass Indien in den nächsten Wochen mit den nichtgekauften Harnstoff-Mengen die nächste Ausschreibung am Weltmarkt platzieren wird.
Die Einlagerungspreise für 30er AHL sind FCA Rouen/Frankreich gestiegen. Lieferanten haben jetzt die Angebote zurückgezogen. Mit heutigen Datum konnte nur ein Bruchteil des üblichen Nachfüllbedarfs abgedeckt werden, geschätzt rund 80.000 t, 25% der normalen Menge.
In Europa hat Yara neue Saisonpreise für Ammoniumnitrat 33,5% N in Frankreich angekündigt. Es wird erwartet, dass die neuen Preise deutlich höher als im Vorjahr starten werden.
Pflanzenschutz
Der Raps entwickelt sich Richtung Stadium BBCH 65, der Vollblüte. Dies ist der ideale Zeitpunkt für die Blütenbehandlung. Die feuchte Witterung begünstigt Sclerotinia-Infektionen. Wir empfehlen Produkte mit langer Dauerwirkung. Behandlungen sind in abgetrockneten Beständen in den Abendstunden durchzuführen.
Sofern noch nicht geschehen ist in der Wintergerste die Abschlussbehandlung durchzuführen. Die stärksten Wirkstoffe gegen die wichtigsten Gersten Krankheiten sind Mefentrifluconazol (Revysol) und Prothioconazol. Daher empfehlen wir Revytrex + Comet (1,5 + 0,5), Ascra Xpro (1,2), oder Elatus Era + Sympara (1,0 + 0,33).
Winterroggen und Triticale befinden sich im Stadium BBCH 37/39. Zu diesem Zeitpunkt sollte bei der momentanen Witterung der Blattapparat mit einem Fungizid vor Krankheitsinfektionen geschützt werden.
Die momentane Witterung begünstigt im Weizen Gelbrost- und Septoria tritici-Infektionen. Sollte die letzte Fungizidmaßnahme vor über 14 Tagen bzw. noch gar nicht erfolgt sein, sollten die Bestände jetzt eine Fungizidbehandlung erhalten.
Da die Behandlungen aufgrund der momentan sehr wechselhaften Witterung nicht immer zeitnah nach den Infektionen erfolgen können, werden deutlich stärkere Kurativleistungen der Produkte gefordert. Daher sollten leistungsstarke Fungizide eingesetzt werden ohne die Aufwandmengen zu reduzieren.
Wir empfehlen Ascra Xpro 1,5 l/ha, Elatus Era + Sympara 1,0 + 0,33 l/ha oder Revytrex + Comet 1,5 + 0,5 l/ha.
Futter
Die Preise für Sojaschrot konsolidieren sich leicht nach der letzten USDA Schätzung letzte Woche. Allerdings bleibt das Niveau weiterhin recht hoch. So wird LP Sojaschrot ab Rotterdam derzeit mit rd. 378 € angeboten.
Die Preisrally beim Rapsschrot ist vorerst etwas ausgebremst, verbleibt aber vorerst auf dem hohen Niveau der letzten Tage. Kurzfristige Ware wird bereits nur noch mit hohen Aufgeldern gehandelt, Ex-Ernte Termine werden derzeit ab Station für rd. 280 € gehandelt.
Insgesamt wird das Preisniveau gestützt durch konstant hohe Saatenpreise, sowohl bei Soja wie auch bei Raps. Zusätzlich Unterstützung kommt von den Pflanzenölmärkten.
Insgesamt konsolidiert sich der Markt für Ölschrote derzeit leicht, auf anhaltend hohem Niveau. Echte Impulse für sinkende Preise können nur die fortlaufende Bestätigung der zuletzt anvisierten hohen Ernte- und Aussaatmengen bei Sojabohnen in Südamerika und den USA bringen. Kurzfristige Schwankungen können weiter sehr heftig ausfallen, da derzeit viele Spekulanten mit billigen Geld aus der Corona Pandemie ihr Heil in den Rohstoffbörsen suchen.
Marktinformation Ausgabe 1 | 19. Mai 2021
Getreide / Ölsaaten
Weizen
In Frankreich gab es Regen und die Bestände werden bei 79 % gut bis exzellent bewertet.
Damit ist der negative Trend für Frankreich gestoppt. Laut Wetterbericht ist in dieser Woche von weiteren Regenfällen auszugehen.
Auch in den USA gab es Regenfälle. Daher gibt der Wettermarkt die Preise an den Börsen vor.
Durch ein sehr hohes Preisniveau für die Ernte 2021 heißt das Zauberwort „Abschläge“ für die Futures Sept.`21, Dez.`21, März`22 und Mai`22 für den Weizen, Gerste, Triticale und Roggen.
Der Handel ist weitestgehend eingeschlafen, da die Vorkontraktquote und das Preisniveau überdurchschnittlich hoch sind.
Bitte vernachlässigen sie den ASP-Gedanken nicht:
In Polen sind in der vergangenen Woche erneut Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen festgestellt worden.
Mais
Der USDA-Report hat die globale Maisernte auf 1,2 Mrd. to für 2021/22 geschätzt und die Long Positionen wurden reduziert. Mit den Verkäufen zieht der Mais auch den Weizen in Richtung Süden.
China kauft aber weiterhin Mais in den USA, fast 3 Mio. to.
Raps
Vor allem die gute Nachfrage aus dem Ölsektor hält Preise stabil, trotz weltweit zu erwartend steigender Ölsaatenproduktion.
Die extreme Volatilität, geprägt von Spekulationsgeschäften, bleibt allerdings weiter bestehen. Diese anhaltende Volatilität gibt den Erwartungen neue Nahrung, dass der Aufwärtstrend zu Ende gehen könnte und in eine Seitwärtsbewegung umschlägt.
Das Marktgeschehen ist sehr überschaubar, da niemand eine Position in diesen volatilen Märkten eingehen möchte.
Dünger
Phosphor
Die Märkte in Westeuropa sind stabil. Preise in den belgischen, niederländischen und deutschen Häfen liegen bei ca. 630 US-Dollar/to fot / fca.
Stickstoff
Indiens Ausschreibung für Harnstoff war für den Käufer ein Misserfolg. Indien konnte die geplante Menge von ca. 1,5 Mio to. Harnstoff am Markt nicht einkaufen. Es konnten nur ca. 0,5 Mio to. gehandelt werden. Hierdurch sind die Harnstoff-Preise weiterhin fest gestimmt. Man erwartet, dass Indien in den nächsten Wochen mit den nichtgekauften Harnstoff-Mengen die nächste Ausschreibung am Weltmarkt platzieren wird.
Die Einlagerungspreise für 30er AHL sind FCA Rouen/Frankreich gestiegen. Lieferanten haben jetzt die Angebote zurückgezogen. Mit heutigen Datum konnte nur ein Bruchteil des üblichen Nachfüllbedarfs abgedeckt werden, geschätzt rund 80.000 t, 25% der normalen Menge.
In Europa hat Yara neue Saisonpreise für Ammoniumnitrat 33,5% N in Frankreich angekündigt. Es wird erwartet, dass die neuen Preise deutlich höher als im Vorjahr starten werden.
Pflanzenschutz
Der Raps entwickelt sich Richtung Stadium BBCH 65, der Vollblüte. Dies ist der ideale Zeitpunkt für die Blütenbehandlung. Die feuchte Witterung begünstigt Sclerotinia-Infektionen. Wir empfehlen Produkte mit langer Dauerwirkung. Behandlungen sind in abgetrockneten Beständen in den Abendstunden durchzuführen.
Sofern noch nicht geschehen ist in der Wintergerste die Abschlussbehandlung durchzuführen. Die stärksten Wirkstoffe gegen die wichtigsten Gersten Krankheiten sind Mefentrifluconazol (Revysol) und Prothioconazol. Daher empfehlen wir Revytrex + Comet (1,5 + 0,5), Ascra Xpro (1,2), oder Elatus Era + Sympara (1,0 + 0,33).
Winterroggen und Triticale befinden sich im Stadium BBCH 37/39. Zu diesem Zeitpunkt sollte bei der momentanen Witterung der Blattapparat mit einem Fungizid vor Krankheitsinfektionen geschützt werden.
Die momentane Witterung begünstigt im Weizen Gelbrost- und Septoria tritici-Infektionen. Sollte die letzte Fungizidmaßnahme vor über 14 Tagen bzw. noch gar nicht erfolgt sein, sollten die Bestände jetzt eine Fungizidbehandlung erhalten.
Da die Behandlungen aufgrund der momentan sehr wechselhaften Witterung nicht immer zeitnah nach den Infektionen erfolgen können, werden deutlich stärkere Kurativleistungen der Produkte gefordert. Daher sollten leistungsstarke Fungizide eingesetzt werden ohne die Aufwandmengen zu reduzieren.
Wir empfehlen Ascra Xpro 1,5 l/ha, Elatus Era + Sympara 1,0 + 0,33 l/ha oder Revytrex + Comet 1,5 + 0,5 l/ha.
Futter
Die Preise für Sojaschrot konsolidieren sich leicht nach der letzten USDA Schätzung letzte Woche. Allerdings bleibt das Niveau weiterhin recht hoch. So wird LP Sojaschrot ab Rotterdam derzeit mit rd. 378 € angeboten.
Die Preisrally beim Rapsschrot ist vorerst etwas ausgebremst, verbleibt aber vorerst auf dem hohen Niveau der letzten Tage. Kurzfristige Ware wird bereits nur noch mit hohen Aufgeldern gehandelt, Ex-Ernte Termine werden derzeit ab Station für rd. 280 € gehandelt.
Insgesamt wird das Preisniveau gestützt durch konstant hohe Saatenpreise, sowohl bei Soja wie auch bei Raps. Zusätzlich Unterstützung kommt von den Pflanzenölmärkten.
Insgesamt konsolidiert sich der Markt für Ölschrote derzeit leicht, auf anhaltend hohem Niveau. Echte Impulse für sinkende Preise können nur die fortlaufende Bestätigung der zuletzt anvisierten hohen Ernte- und Aussaatmengen bei Sojabohnen in Südamerika und den USA bringen. Kurzfristige Schwankungen können weiter sehr heftig ausfallen, da derzeit viele Spekulanten mit billigen Geld aus der Corona Pandemie ihr Heil in den Rohstoffbörsen suchen.